Rollladen und Storen: Darauf sollten Sie bei der Planung achten!

Fenster gelten als „Seele“ des Hauses und sorgen für Licht und Wohlbehagen. Wer grosszügige Glasflächen einplant, erhöht automatisch den Wohnkomfort. Passt der Lichteinfall, wirkt ein Raum heller, freundlicher und grösser. Diese Vorteile können sich allerdings in den warmen Sommermonaten und oft schon in der Übergangszeit ins Gegenteil verkehren. Das wird dem frischgebackenen Eigenheimbesitzer oft erst dann bewusst, wenn die Temperaturen erstmals ansteigen. Die Folgen können eine unangenehme Blendung durch die Sonne und vor allem die Überhitzung der Innenräume sein.

Damit das nicht passiert, sollte man bereits bei der Planung seines Eigenheims an die nötige Beschattung denken. Dafür besonders geeignet sind die immer beliebter werdenden Rollladen. Diese bewahren das Heim nicht nur im Sommer vor Überhitzung, sie sind im Winter zudem ein wirksamer Kälteschutz. Auch als Einbruchsschutz leisten robuste Rollladen gute Dienste. Der Schallschutz profitiert ebenfalls, wie eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) eindrucksvoll belegt. Demnach verringert eine passende Beschattung die Sonneneinstrahlung um bis zu 75 Prozent. Eine zusätzliche Klimatisierung des Hauses sei daher nicht nötig, erklären die Experten des dena-Kompetenzzentrums.

Auf das richtige Material kommt es an

Der Markt für Rollladensysteme bietet heute eine breite Auswahl an Materialien: von Stahl, Kunststoff und Aluminium bis hin zu Holz. Bei den Farben gibt es ebenfalls eine grosse Auswahl. Wer sich für einen Rollladen entscheidet, kann unter zahlreichen Farben wählen – von dezent und stylish bis hin zu fröhlich und peppig. Die Zeiten, in denen es den Sonnenschutz in der Schweiz lediglich in einheitlicher grauer Farbe gab, sind längst vorbei.

Auch bei den Rollladensystemen ist die Auswahl heute gross. Bei neu errichteten Bauten plant man den Rollladen meist fix ein und mauert einen sogenannten Sturzkasten über dem Fenster mit ein. In diesem Kasten kann der Rollladen ohne grossen Aufwand montiert und gewartet werden. Aufsatz-Rollladen sind eine weitere bewährte Lösung, die ohne Sturzkasten auskommt. Dabei wird das System gemeinsam mit dem Fenster auf einen Rahmen montiert. Dieser Fensterblendrahmen ist fest mit dem Mauerwerk verbunden. Die zeitsparende Einbauvariante eignet sich für alle Arten von

Mauerkonstruktionen. Vorbau-Rollladen lassen sich ebenfalls rasch montieren. Die Anbringung erfolgt dabei vor dem Fenster, was Wärmebrücken zuverlässig verhindert. Die Wartung geschieht bei dieser Bauweise von aussen. Montage- und Stemmarbeiten an innenliegenden Wänden sind nicht nötig. Auch für schräge Fenster gibt es beim Spezialisten Schanz mittlerweile ausgezeichnete und bewährte Lösungen. Die dafür konzipierten Rollladen kommen mit Fensterschrägen ohne Probleme zurecht.

Mit Profi-Unterstützung Sonnenschutz richtig planen

Professionelle Unterstützung zahlt sich bei der Planung des Sonnenschutzes besonders aus. Einen Rollladen auszumessen, ist für Laien keine einfache Sache. Fehler sind oft unvermeidlich, da Wände nicht immer rechtwinkelig zum Fenster stehen. Selbst kleine Fehler beim Messen können bewirken, dass der Panzer des Rollladens zu klein oder zu gross dimensioniert ist. Diese Abweichungen führen dazu, dass der Sonnenschutz nicht richtig in der Führungsschiene läuft und klemmt. Erzeugt der Wind zwischen Rollladen und Fenster ein Vakuum, kann es sogar passieren, dass der Panzer aus der Führungsschiene gedrückt wird. Um diese und andere Probleme zu vermeiden, sollte man einen Fachbetrieb mit der Planung, dem Ausmessen und der Montage des Rollladens beauftragen.