Wenn Rollladen unter der Eiseskälte leiden

Fast jeder, der Rollladen nutzt, kennt das Problem: Ist es im Winter so richtig nasskalt, frieren die Lamellen infolge der Verdunstung in der Nacht zu und bleiben an der Fensterbank kleben. Der Rollladen lässt sich dadurch nicht mehr ohne weiteres öffnen und der Raum bleibt verdunkelt. Tritt dieses Problem ein, darf man den Rollladen keinesfalls mit Gewalteinsatz zum Hochfahren zwingen. Das kann den Wetter- und Sonnenschutz insbesondere bei elektrisch betriebenen Systemen ernsthaft beschädigen!

Was tut, wenn der Rollladen einfriert?

Statt roher Gewalt sollte man zu einer sanften Lösung greifen, indem man das Fenster einfach für ein paar Minuten öffnet. So gelangt die warme Luft aus dem Inneren des Raums nach aussen, was das Eis meist rasch beseitigt und eine problemlose Bedienung des Rollladens erlaubt. Ein Auftauen mit warmem Wasser empfiehlt sich nicht. Die dabei auftretenden plötzlichen Temperaturunterschiede bergen Risiken. Ein hilfreicher Tipp ist hingegen, mit der flachen Hand vorsichtig auf den angefrorenen Rollladen zu klopfen. Dabei sollte man aber nur wenig Kraft einsetzen und behutsam vorgehen. Um den Motorantrieb zu schützen, sollte man diesen besser nicht ständig laufen lassen und ausschalten. Sonst könnte es passieren, dass der kräftige Motor den Panzer des Rollladens beschädigt. Nur hochwertige Motoren sind davor gefeit, da ihre Steuerung automatisch Blockierungen und Hindernisse durch das Festfrieren erkennt. Daher schaltet sich in diesem Fall der Motor selbständig ab. Hochwertige Markenrollladen und Qualitätsmotoren verfügen zudem über spezielle Schutzvorrichtungen, die Frostschäden erst gar nicht entstehen lassen.

Hilfreiche Tipps bei Nässe und Kälte

• Ist es draussen nass und kalt? Dann sollten Sie den Rollladen vor der Benutzung von aussen kontrollieren! Zeigen sich Vereisungen, können Sie diese vorsichtig abklopfen.

• Wenn die Aussentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, kann das Ausschalten der abendlichen und morgendlichen Zeitsteuerung unnötigen Ärger ersparen. Bei manueller Bedienung kann man den Rollladen vorher auf Vereisungen prüfen. Bei Systemen mit Eisüberwachung ist diese Vorsichtsmassnahme natürlich nicht nötig.

• Auch beim Herunterfahren kann das Umschalten auf die manuelle Bedienung sinnvoll sein, um den Rollladen kontrolliert zu schliessen.

• Achten Sie auf ungewöhnliche Motorgeräusche! Diese können ein Hinweis darauf sein, dass der Antrieb hörbar kräftiger arbeitet. Auch dann, wenn sich merklich die Drehzahl verringert, sollte man bei manueller Steuerung möglichst rasch die Stopp-Taste betätigen. Anschliessend muss der Rollladen auf Vereisungen inspiziert werden.

• Verzichten Sie darauf, einige der Lüftungsschlitze beim Herunterlassen extra offen zu lassen, um so eine Eisbildung zu verhindern! Das verringert nicht nur den wärmedämmenden Effekt des Rollladens, sondern kann das Festfrieren bei frostigen Temperaturen sogar fördern. Durch die Schlitzöffnungen kann sich bei feucht-kalter Witterung an der Innenseite des Rollladens Nässe niederschlagen und gefrieren.

• Rollladen mit Türgummifett zu behandeln, ist keine Lösung. Zwar öffnet sich der Rollladen dadurch auch bei Frost und Eis, doch das Fett bildet mit der Zeit eine klebrige Schmutz- und Staubschicht, was auf Kosten der Beweglichkeit des Rollladens geht. Diese Fettschicht lässt sich nur schwer und mühsam wieder entfernen.